Tagelang bist Du mit einer Karawane durch Mhanadistan gezogen, das Hochland zwischen den Flüssen Mhanadi und Gadang. Jetzt, im Perainemond, den sie hier den "Mond des fetten Klippschliefers" nennen, kurz nach dem Ende der Winterregenzeit, ist das Klima mild und angenehm. Die Hirse steht hoch auf den Feldern, die Feigenkakteen blühen, Ölbäume, Dattelpalmen, Pfirsich-, Feigen-, Granatapfel-, Zitronen- und andere Obstbäume hängen voll mit unreifen Früchten. Die Nomaden hatten mit den jungen Kälbern, Zicklein und Lämmern so viel zu tun, daß niemand daran dachte, euch zu überfallen; so kommt Deine Karawane noch einige Tage vor dem Stadtfest an, das am 18. Peraine beginnen soll. Schon aus weiter Ferne sieht man die riesige Stadt über der Ebene thronen, auf einem Hügel aus dem Schutt von 3000 Jahren.

Dir fällt auf, daß Fasar keine Stadtmauer hat. Im Stadtzentrum erheben sich mächtige Turmbauten, nach außen hin werden die gelben Lehmbauten immer kleiner, bis sie in die Zeltstädte der neuzugewanderten Novadis und Ferkinas übergehen. Der Karawanenführer kennt sich hier offenbar gut aus; wäre er nicht zugegen, hättest Du doch glatt den Passierschein gekauft, den ein Streuner Dir aufschwatzen wollte - seltsam, in anderen Städten braucht man doch Pässe, hier aber anscheinend nicht. Du verabschiedest Dich von Deinen Gefährten, um Dein Geld in hiesige Münzen zu wechseln, eine Unterkunft zu suchen, Dich in einem Tempel für die glückliche Reise zu bedanken, erstmal einen Happen zu essen, bezahlte Arbeit zu suchen, Geschäfte zu machen oder ziellos durch die Stadt zu bummeln. Vielleicht möchtest Du Dir vorher auch noch ein paar nützliche Tips von Deinen Reisegefährten geben lassen?